Teufel Vom Teufelskamin
Herzlich Willkommen bei uns Teufel Vom Teufelskamin 1998 e.V.

Die Gründungsgeschichte der Teufel Vom Teufelkamin Herrenwies 1998 e.V.

Die offizielle Gründungsgeschichte fand am 04.11.1998 statt.

Die Idee, einen Verein zu gründen, hatte man erstmalig im August desselben Jahres. Zu diesem Zeitpunkt traf man sich in Neusatz. Anlass des Treffens war das Fest rund um das Wasserschloss. Am Rande dieses Festes fasste man den Gedanken, einen Verein aus der Taufe zu heben. Schnell fanden die drei Urgründer weitere Mitstreiter. Und so gelang es, den Verein noch im selben Jahr in das Vereinsregister als Verein zur Brauchtumspflege eintragen zu lassen. Als erste große Herausforderung galt es, einen geeigneten Namen für den Verein zu finden. Einig war man sich darüber, nicht einfach irgendeinen zu erfinden. Der Namen des Vereines sollte sich in der Geschichte des ursprünglichen Holzfällerdorfs Herrenwies wieder finden. So verbrachte man einige Zeit damit, Geschichten aus früheren Tagen, die Geschehen rund um Herrenwies beinhalteten, zu lesen. 

Fündig wurde man dann im Buch ,,Jäger- und Waldarbeitergeschichten aus Hundsbach, Bad. Heimat, 1931 (Roland Koch)". In diesem erzählt Walter Zimmermann eine Geschichte über Jäger, Hexen und Teufel die ihr Unwesen in Herrenwies und um den oberen Ochsenkopf getrieben haben sollen.


´s Deifels Kamin

"´s Deifels Kamii des isch em Deifel sii Oferohr. Do kummt e Wermi unte ruf, dass nie kai Schnee drum rum leie bliibt. Un kei mer en Schtai na, no härt längeri Zitt rumple. Der Deifel nimmt awwer die Schtai un keit en widder s Kamii ruf, dass er widder obe ruskommt. Eme Ferschter, wo grad an s Deifels Kamii vorbei gange isch, isch so en fuschtgroßer Schtai an Kopf gfloge. En Ferschter isch au emol niikeit in des Kamii. Zuem Glick het ers Gwehr in de Händ ghet. Un des het sich iwerzwerch verfange, dass er sich widder dra rufziege het het kinne. En andrer Ferschter het emool anre große Wildsou gjagt. Des agschosse Tier isch ufs Deufels Kamii zue un wie es naakummt bliibts erscht numol schteh un macht e langi Nas, lacht iwers gans Gsiicht un schtiigt´s Kammi na. Em Ferschter isch vor Schreck Muul un Nas ufschteh bliibe un sii Lebdag het er nimmi uf Wildsou gjagt. Un wenn ainer ebbis vu Wildsou gsait het, no heter gsait, sie solle schtill si un vum ebbis anderem afange. Fremde isch emol e kleines Kind ins Deifels Kamii gfalle. Sither geischterts dert. Nachts derf mer nit in d Nächi kumme, sunscht verfehlt mer der Weg un fallt na. Haiber, wu dert wachse, soll ma keini suche, sunscht wenn mer dervu ißt, mueß ma bal schterbe. Wenn ma verbeigeht ans Deifels Kamii, soll ma dreimol e Kritz mache un um e guete Schterbschtund bette. In finschtre Oktobernächt do hiilt der SChwarzi, schtiigt zue siim Kamii ruf, fahrt dreimol um der hochi Ochsekopf un goht zue der Hexenversammlung uf der Herrenwies bi s Schmalzhanse Biirebaum. Ganz friier het er si Oferrohr zuem hoche Ochsekopf rusgucke ghet. Awwer do sin Engel kumme un hänem sii schtinkigs Kamii mit Fels un Schtainer un mit Laub un Moos verschtopft. Awwer jedes Fiir mueß e Abzug ha, sunscht kas nit brenne, des het schließlig au der Herrgott iigsähne un het em Deifel erlaubt, e Kamii an der Sitt vum Ochsekopf z Grabe. Abber schii ruhig mueß er sich verhalte und derf nit arg Fiire un nix schtinkigs verbenne. Sunscht gohts em widder, wies em schu mol gange isch. No kumme Engel un schtopfe em sii Oferohr widder zue. No brennt em s Fiir nimmi un er mueß im Rauch erschticke.